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Die Gesundheits- und Pflegewissenschaften und der Bologna-Prozess – ein Studienfeld im Umbruch

Die in den letzten 20 Jahren an den deutschen Hochschulen entstandenen Studiengänge im Bereich Gesundheits- und Pflegewissenschaften befinden sich im Zuge der Studienreform im Rahmen des Bologna-Prozess im Umbruch. Dies bezieht sich sowohl auf die klassischen Gesundheitswissenschaften (Public Health, Epidemiologie etc.) wie auch auf die Pflegewissenschaften.
Das gesamtgesellschaftlich beobachtbare Wachstum des Bedarfs an Prävention und Gesundheitsförderung sowie die absehbare weitere dynamische Entwicklung des Gesundheitssektors trotz des Kostendrucks, stellen den externen Kontext dar, in dem die Studienreform stattfindet. Zudem stellt sich fachlich die Frage des zukünftigen Verhältnisses der Gesundheitsberufe zur Medizin - innerhalb und außerhalb der Hochschulen.

Die genannten Faktoren führen zum einen zu einem Umbruch in den traditionellen gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen sowie zu einer beschleunigten Entwicklung in den Pflege- und Therapieberufen. Besonders hier spielt auch die Frage nach einer möglichen Akademisierung der Berufsfelder eine große und in teilen kontroverse Rolle.

Ziel der Tagung ist es, die aktuellen Trends aufzugreifen und zu erörtern. Gleichzeitig sollen Lösungsansätze skizziert und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit hinterfragt werden.
Beginnend mit einer Außenperspektive aus Ländern, in denen die Gesundheits- und Pflegeberufe seit einiger Zeit fest in den Hochschulen verankert sind, soll zunächst eine Bestandsaufnahme für Deutschland folgen. Anschließend sollen drei zentrale Fragestellungen der Studienreform im Bologna Prozess, namentlich Organisationsmodelle für Bachelor- und Masterstudiengänge, Fragen der Zukunft der Weiterbildung im Kontext von Bologna sowie Fragen der Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge in Arbeitsgruppen vertieft werden. Vor dem Hintergrund der zusammen getragenen Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen abschließend Perspektiven für die Gesundheits- und Pflegewissenschaften in einem Podium diskutiert werden.

Programm

Begrüßung und Einführung ins Thema
Prof. Dr. Stefan Hormuth, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, Vizepräsident der HRK

Der Bologna–Prozess und die Gesundheitswissenschaften: Entwicklungslinien und Trends 

Education in Medicine, Nursing and Health Sciences – the Netherlands example Präsentation
Mieke Le Granse, Hogeschool Zuyd, Niederlande
Bettina Weber, Hogeschool Zuyd, Niederlande
Annelies Geerbex, Hogeschool Zuyd, Niederlande

Der Bologna–Prozess, die Gesundheitswissenschaften und die Pflege- und Therapieberufe: Akademische Ausbildung zwischen Grundausbildung und Weiterbildung?  
Prof. Dr. Johannes Korporal, Alice-Salomon Fachhochschule Berlin, Vorsitzender der Dekanekonferenz Pflegewissenschaften

Parallele Arbeitsgruppen:

1. Arbeitsgruppe: Gesundheits- und Pflegewissenschaften im Fokus - Organisationsmodelle für Bachelor- und Masterstudiengänge

Impulse:
Dr. Christiane Wilke, Institut für Rehabilitation und Behindertensport, Deutsche Sporthochschule Köln Präsentation
Prof. Dr. Klaus Stegmüller, Fachbereich Pflege und Gesundheit, Hochschule Fulda Präsentation
Professor Dr. Claudia Bischoff-Wanner, Hochschule Esslingen, Fakultät für Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege Präsentation

2. Arbeitsgruppe: Weiterbildung in den Gesundheits- und Pflegewissenschaften im Zeichen von Bologna

Impulse: Dr. Johanne Pundt, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Uni Bielefeld Präsentation

Prof. Dr. Eberhard Göpel, Fachbereich Sozial- und Gesundheitswesen, Hochschule Magdeburg-Stendal Präsentation

Prof. Dr. Johann Behrens, Medizinische Fakultät, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg Präsentation

3. Arbeitsgruppe: Anrechnung außerhochschulischer Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge in den Gesundheits- und Pflegewissenschaften

Impulse: Dr. Walburga Freitag, HIS GmbH Hannover Präsentation
KMK-Beschluss Anrechnung 2002
BMBF-HRK-KMK Empfehlung Anrechnung 2003

Prof. Dr. Barbara Knigge-Demal, Fachbereich Pflege und Gesundheit, Fachhochschule Bielefeld Präsentation

Prof. Dr. Jutta Räbiger, Alice-Salomon Fachhochschule Berlin Präsentation

Jessica Pehlke-Milde, Alice-Salomon Fachhochschule Berlin



 













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