Bild von Studenten und Professoren
Zur HRK | Aktuelles | Termine | HRK-Publikationen | Bologna-ABC | Kontakt | Impressum | English |  

Neue Anforderungen an die Lehre (10./11.04.2008)


Kompetenzvermittlung, Qualifikationsrahmen und Employability in Bachelor- und Master-Studiengängen

Tagungsrückblick          Fotos der Tagung

Nach den auch in der Londoner Bildungsministerkonferenz bescheinigten guten Fortschritten bei der strukturellen Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse an den deutschen Hochschulen werden zunehmend die gewandelten Anforderungen an die Lehre sichtbar.

Die Vermittlung von Qualifikationen/Kompetenzen in der Gestaltung der Studiengänge, die Umsetzung der vom Bologna-Prozess geforderten Beschäftigungsbefähigung (Employability) und die Nutzbarmachung der allgemeinen und fachbezogenen Qualifikationsrahmen fordern nach wie vor die Hochschulen heraus. Mit Blick auf die nächste Konferenz im belgischen Leuven 2009 erscheint vor allem die Diskussion um den hochschulspezifischen Kompetenzbegriff im Rahmen der Diskussionen um einen Deutschen Qualifikationsrahmen notwendig. Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal der forschungsbasierten und wissenschaftsgeleiteten Kompetenzen? Und wie sollte dieser Kompetenzbegriff am besten in den Fachkulturen verankert werden? Qualifikationsrahmen können Schlüsselinstrumente für die Erreichung zentraler Ziele des Bologna-Prozesses sein. Sie dienen als Referenzrahmen zur Einordnung von Qualifikationen und Kompetenzen zwischen Ländern, Fächern und Bildungseinrichtungen, werden aber von vielen Hochschulakteuren in ihrer Bedeutung für die Hochschulen noch unterschätzt. Dem soll hier entgegengewirkt werden. Zudem geht es auch um die Bedeutung von fachspezifischen Qualifikationsrahmen als Hilfestellung für die Curriculums-entwicklung.

Dem vieldeutigen Bologna-Begriff der „Employability“ ist der zweite Tag der Tagung gewidmet. Denn er spielt in der Diskussion über Ziele der Hochschulbildung als Folge des Bologna-Prozesses eine gewichtige, häufig jedoch ungeklärte Rolle. Zu den benötigten Kompetenzen und Qualifikationen, die in den Curricula vermittelt werden sollen, gehört eben auch der explizite Bezug auf die Berufspraxis und den Arbeitsmarkt. Hier ist eine starke Differenzierung der Fachkulturen auszumachen: Je nach Profil der Hochschule und des Studiengangs stehen entweder stärker die berufsorientierte Qualifizierung oder eben allgemeine Problemlösungskompetenzen im Vordergrund.

Programm


Tagungsablauf 10. April 2008

Begrüßung
Prof. Dr. Wilfried Müller, Vizepräsident der HRK, Rektor der Universität Bremen
Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW
MinD Peter Greisler, Abteilungsleiter Hochschulen, Bundesministerium für Bildung und Forschung

"Wissenschaftlich kompetent für den Beruf qualifizieren - Altes und Neues im Bologna-Prozess aus Sicht der Hochschulforschung" 
Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Teichler, ehem. Geschäftsführender Direktor des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung, Universität Kassel

Podiumsdiskussion: "Wissenschafts- und Forschungskompetenz als Alleinstellungsmerkmal der hochschulischen Bildung?!" (mp3 - 50 MB)

Studie: "Die Curricula-Reform an Schweizer Hochschulen - Stand und Perspektiven der Umsetzung der Bologna-Reform anhand ausgewählter Aspekte" 
Dr. Peter Tremp, Leiter Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik der Universität Zürich

HIS-Studie zu Studienabbruchquoten von 2008 
Dr. Ulrich Heublein, HIS Hochschul-Informations-System GmbH, Leipzig

Vorträge in den Arbeitsgruppen

1. Arbeitsgruppe: Vermittlung von Kompetenzen und Studierbarkeit (Formulierung von Lernergebnissen): Der Blick auf Modelle in Europa
Prof. Dr. Wendy Davies, UK Bologna Expert and Professor Emerita at University College London
Jodien D. Houwers, Rijksuniversiteit Groningen

2. Arbeitsgruppe: Zur Bedeutung und Umsetzung von Qualifikationsrahmen (fachlich, national, europäisch)
Prof. Dr. Ulrich Bartosch, KU Eichstätt
Dr. Birger Hendriks, Bologna-Beauftragter der Länder

3. Arbeitsgruppe: Kompetenzorientierter Leistungsnachweis: Anspruch und Wirklichkeit
Prof. Dr. Karin Kleppin, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Manfred Künzel, Université Fribourg, Schweiz


 

Tagungsablauf 11. April 2008

"Vermittlung praxisrelevanter Kompetenzen in geisteswissenschaftlichen Fächern"
Prof. Dr. Kai Brodersen, des. Präsident der Universität Erfurt

"Was sind beschäftigungsbezogene Kompetenzen aus Sicht der Unternehmen?"
Dr. Frank-Stefan Becker, Siemens AG

"Vorstellung einer neuen HRK-Umfrage zur Verwendung des Diploma-Supplements an deutschen Hochschulen"
Monika Schröder, Bologna-Zentrum, Hochschulrektorenkonferenz

Vorträge in den Arbeitsgruppen

1. Arbeitsgruppe: Wie kann ein Konzept "Fit für den Arbeitsmarkt" in den Fächerkulturen umgesetzt werden?
Prof. Dr. Hendrik Birus, Vice-President der Jacobs University Bremen
Martina Bischof, HypoVereinsbank, Human Resources Management
Michael Krall, KPMG
Dr. Ulrich Welbers, Leiter des Studienreformbüros Germanistik, Universität Düsseldorf

2. Arbeitsgruppe: Die Promotion als erste forschende Berufstätigkeit?
Dr. Hubert Detmer, stellv Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbands
Dr.-Ing. Uwe Koser, Wissenschaftsprojekte, AUDI AG, Ingolstadt

3. Arbeitsgruppe: Zur Einrichtung von Career Centern
Andreas Eimer, Leiter des Career Service der Universität Münster
Barbara Texter, Head Career Services & Alumni Relations der Hertie School of Governance

 


 

 












Hochschulkompass