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Zum Rating erklärte Wintermantel weiter: „Schlüsselkompetenzen können nur dann gewürdigt werden, wenn sie in eigene Lehrveranstaltungen ausgelagert und isoliert vom Fach gelehrt werden.“ Im Grunde gehe es in der Bewertung also nicht um die Arbeitsmarktrelevanz von Studiengängen, sondern um arbeitsmarktorientierte Elemente, die den fachwissenschaftlichen Studiengang flankierten.
CHE und dapm argumentierten hingegen, dass den Ergebnissen zufolge nun traditionell neben den Fachhochschulen auch die Universitäten die Förderung der „employability“ erfolgreich in die Curricula integriert hätten. Beispielsweise sei der Anteil des in die Bewertung einbezogenen Studiengangs der Betriebswirtschaft im Vergleich zum Vorjahr (10 Prozent) stark gestiegen (22 Prozent).
Nach Angaben der ihk-Regensburg sollte sich eine hohe Qualitätskultur in Studium und Lehre auch um die grundsätzliche „employability“ der Hochschulabsolventen kümmern. Die Erwartungen der regionalen Wirtschaft seien hoch. Aber auch internationale Firmen, wie die Siemens AG, bewerten die neuen Abschlüsse in Bezug auf die Beschäftigungsfähigkeit positiver. „Die Umstellung ist im vollen Gange“, so Dr. Frank Stefan Becker von Siemens gegenüber der ihk-Regensburg. Bislang betrage der Anteil der Bachelor FH-Abschlüsse knapp 9 Prozent im deutschen Unternehmen. Dennoch würden bereits im Jahr 2009 die gestuften Studiengänge beispielsweise in Bayern den Regelfall bilden. Er erklärte: „Der Bologna-Prozess bedeutet Fortschritt und ist eine Chance, die von den Industrieunternehmen sehr positiv gesehen wird.“ Die Vorteile der Umstellung überwiegten und die Argumente würden mit fortschreitender Zeit sogar immer mehr an Gewicht gewinnen. Die Reform sei unaufhaltbar.
Weitere Informationen zum Rating von CHE und dapm finden Sie unter www.che-concept.de. Die ausführliche Umfrage der ihk-Regensburg kann kostenlos unter www.ihk-regensburg.de/category/Publikationen heruntergeladen oder bestellt werden.
papayannakis / 07.04.08