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Jahrestagung „Zukunft der Gesundheits- und Pflegestudiengänge“


Der Kooperationsverbund Hochschulen für Gesundheit veranstaltete Mitte Juni in Berlin gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), dem Deutschen Akademischen Austauschdient (DAAD) sowie mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung die eintägige Konferenz mit dem Ziel, die künftige Gestaltung der wissenschaftlichen Qualifikationsstruktur von Gesundheitsberufen an deutschen Hochschulen systematisch zu diskutieren und sichtbare, nachhaltige Impulse zu geben.

Auf der Tagung mit über 100 Teilnehmern wurde deutlich, dass ein großer Bedarf an Informationen und Diskussion zu den grundlegenden Hochschulpolitischen Veränderungen durch den Bologna-Prozess bzw. zu den künftigen Veränderungen von Studien- und Berufsentwicklungen im Gesundheitswesen besteht. Dieses „Theoriedefizit“ lässt sich unter anderem auf die komplexen Zusammenhänge der Thematik zurückführen. Des Weiteren herrschte Einigkeit unter den Anwesenden, dass die Studierenden künftig in die Diskussionen stärker einbezogen werden sollten, um breiter angelegte und nachhaltige Diskussion der Themen zu erreichen. Dies gilt auch für Berufsverbände, Arbeitgeber, verantwortliche Ministerien und andere „Stakeholder“. Zudem ist es notwendig, dass Ziele und Strukturen der künftigen Zusammenarbeit gemeinsam bestimmt werden.

Darüber hinaus wurden folgende Zielsetzungen für 2009 benannt: Die Gründung einer Initiative für die Integration der beruflichen Primärqualifikation in die Studiengänge der Pflege- und Therapieberufe, die Anregung zur gemeinsamen Erarbeitung von Fach-Qualifikationsrahmen, die Entwicklung des Promotionsstudiums an den Universitäten für angewandte Wissenschaften sowie mehr Werbung für die Beteiligung an einem bundesweiten Netzwerk. Die Umsetzung soll über verstärkte Information, begleitende Untersuchungen und über Tagungen erfolgen.

Fazit: Die Konferenz wurde als sehr gelungen empfunden. Die große Resonanz im Hochschulbereich verdeutlicht ein starkes Interesse an einer Weiterentwicklung der Thematik. Mit dem Spektrum der Vorträge, Workshops und Posterpräsentationen konnte zudem eine strategische Zusammenführung unterschiedlicher Akteure erreicht werden.

Die nächste Jahrestagung findet Ende Juni 2010 statt.

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