RCDS-Bundesdelegiertenversammlung: Bundeskanzlerin äußert sich zum Bologna-Prozess in den Rechtswissenschaften
Berlin, 20.02.2010 - Im Rahmen der 63. Bundesdelegiertenversammlung des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) sprach Angela Merkel Klartext: Deutsche Hochschulbildung muss noch besser werden, die Ziele der Bildungsrepublik sind noch nicht erreicht. So ging sie im Namen des RCDS-Kongresses "Bildungs- und Hochschulpolitik in einer globalisierten Welt - Chancen und Risiken" insbesondere auf den Bologna-Prozess an den deutschen Hochschulen ein. Ihre wohl provokanteste Forderung war hierbei wohl die vollständige Einführung des Bachelor-/Mastersystems bei den Juristen. "Juristen sind sicher etwas Besonderes aber nicht so besonders", meinte Physikerin Dr. Merkel. Sie räumte einigen Verbesserungsbedarf bei der Umsetzung des Bolognaprozesses in Deutschland ein, befürwortete aber grundsätzlich dessen Ziele und bilanzierte bisherige Teilerfolge wie die verstärkte internationale Mobilität der Studenten. Insbesondere die verkürzten Studienzeiten durch die Straffung der Curricula sei ein bedeutender Schritt im internationalen Bildungswettbewerb. Denn hier muss ein gesunder Kompromiss zwischen der freien Lehre nach Humboldtschen Bildungsideal und einem effizienzsteigernden Verschulungsgrad gefunden werden.
Vollständige Pressemitteilung des RCDS