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Erste Ringvorlesungsreihe zu Bologna an der Universität Hildesheim


Mit einer in Niedersachsen einzigartigen Ringvorlesungsreihe zum Sommersemester 2010 reagiert die Stiftung Universität Hildesheim auf den anhaltenden Protest und die Unzufriedenheit der Studierenden mit der europaweiten Umstrukturierung der Hochschulen im Zeichen des Bologna-Prozesses. Initiiert von dem Vizepräsident für Lehre, Professor Dr. Toni Tholen, und der Pädagogik-Professorin Meike Sophia Baader, beschäftigt sich die interdisziplinäre Reihe mit der „Idee der Universität“. „Professoren und Studierende sollen gemeinsam darüber nachdenken, was eine gute Hochschule heute ausmacht", erklärte Tholen zum Auftakt der Veranstaltungsreihe am Dienstag in Hildesheim. Ziel sei es, an Ideen und Konzepte über die nationalen Grenzen hinaus anzuknüpfen, die seit Humboldt das Nachdenken über die Verknüpfung von Bildung, Wissenschaft und Forschung an entgrenzten Hochschulen erfordere, so die Veranstalter.

Das breit angelegte Themenspektrum der Vorlesungsreihe reicht vom historischen Rückblick über geschlechtsspezifische Fragen bis zur Beziehung zwischen Studierenden und Professoren. Bei der nun anstehenden Reformumsetzungs-strategie vor Ort sollen insbesondere die Autonomie individueller Bildung und die Eigendynamik von wissenschaftlichen und forschenden Tätigkeiten stärker zur Geltung kommen. Dr. Peter Zervakis von der Hochschulrektoren-konferenz (HRK) bilanzierte vor etwa 50 Studierenden und Lehrenden die konvergenten und divergenten nationalen Entwicklungen im gemeinsamen europäischen Hochschulraum. Er kam zu dem Schluss, dass die Architektur des europäischen Hochschulraums jetzt stünde, aber es werde noch viel Zeit vergehen, bis Studierende und Lehrende in diesem Haus der unterschiedlichen Umsetzungsdynamiken vertrauensvoll und auf gemeinsame Grundlagen miteinander umgehen könnten. Die Vorlesungsreihe findet wöchentlich statt.

Pressemitteilung der Universität Hildesheim    

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