

1998 trafen sich anlässlich des Jubiläums der Universität Sorbonne in Paris die Bildungsminister Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Großbritanniens und unterzeichneten die Sorbonne-Erklärung, die erstmals das Vorhaben einer strukturellen Harmonisierung von Hochschulsystemen in Europa als Ziel formulierte.
Ein Jahr später trafen sich die Bildungsminister von 29 europäischen Ländern in Bologna und verabschiedeten die Bologna-Erklärung, die das Ziel eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraumes bis zum Jahr 2010 sowie Eckpunkte zur Umsetzung dieses Ziels in den Unterzeichnerstaaten enthält.
Ab dem Treffen in Bologna hat sich für den vielfältigen Prozess des Zusammenwachsens Europas auf dem Gebiet der Hochschulbildung die Bezeichnung „Bologna-Prozess“ etabliert. Seit der Bologna-Konferenz finden regelmäßig alle zwei Jahre Konferenzen der Bildungsminister/innen statt, auf denen die erzielten Fortschritte evaluiert sowie Prioritäten für die folgenden Jahre gesetzt werden. Im April 2009 wurde das aktuelle Kommuniqué (deutsch / englisch) von den Bologna-Signaturstaaten auf der Ministerkonferenz im belgischen Leuven verabschiedet.
Der Kreis der Unterzeichnerstaaten ist stetig gewachsen: im Prager Kommuniqué (2001) wurde die Zahl auf 32 Staaten, im Berliner Kommuniqué (2003) auf 40 Staaten erhöht. Bei der Konferenz in Bergen im Mai 2005 kamen weitere 5 Länder und mit dem Londoner Kommuniqué 1 weiteres Land hinzu. Damit umfasst der Bologna-Prozess mittlerweile 46 Staaten und damit fast ganz Europa von Island bis Russland und von Norwegen bis Zypern.
Eine Übersicht zu den wichtigsten Umsetzungsschritten des Bologna-Prozesses in Deutschland finden Sie hier.
Here you will find background information on the reforms in German Higher Education in the framework of the Bologna Process.