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Bologna in den Fachdisziplinen


A. National
B. International

A. National

Die Umsetzung der Ziele der Studienreform in Deutschland hat in den letzten zwei Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. Es ist zu beobachten, dass Hochschulen in der Regel nicht mehr vorrangig spezialisierte zusätzliche Studienangebote entwickeln, sondern vielmehr zunehmend ihr gesamtes Studienangebot neu konzipieren und mit Aufnahme des Studienbetriebs die Immatrikulation in die Diplom- und Magisterstudiengänge überwiegend einstellen wollen.

In Zukunft ist daher mit einer zunehmenden Zahl an Absolventen mit einem Bachelorabschluss zu rechnen, die teilweise eine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt suchen werden.

Bestandene Prüfungen insgesamt, nach Prüfungsgruppen Bachelor/Master und Geschlecht im Prüfungsjahr 2008

   2002  2003  2004  2005  2006  2007  2008
 Bachelor  985  2472  5921  9848  15050  21056  36373
 Fauen  524  1163  2833  4955  8265  12591  21469
 Männer  461  1309  3088  4893  6785  10767  18284
 Ausländer  98  253  514  1118  1539  2302  3380
 Durchschnittsalter  26,2  25,9  26,1  26,0  25,9  25,8  25,8
               
 Master  2150  3015  5570  9158  11268  8994  11221
 Frauen  704  936  2028  3725  4476  5786  7331
 Männer  1446  2079  3542  5433  6792  8433  9875
 Ausländer  1156  1555  2752  3961  4747  5315  5985
 Durchschnittsalter  30,3  30,4  30,4  31,8  30,4  30,1  30,0

Quelle: Statistisches Bundesamt: Hochschulstandort Deutschland 2008, Prüfungen an deutschen Hochschulen 2002 - 2008

Die Zahlen über den weiteren Karriereverlauf der Absolventen und darüber, ob sie ihre akademische Ausbildung fortsetzen oder zunächst eine Berufstätigkeit aufnehmen, sind allerdings angesichts der derzeit erst vorliegenden geringen Absolventenzahlen noch nicht belastbar. Die Hochschul-Informations-System GmbH hat im Herbst 2004 eine erste Befragung von Bachelorabsolventen durchgeführt, in der sie 4.000 Absolventen angeschrieben hat. 1.600 Absolventen haben sich an der Befragung beteiligt, so dass ein erster Eindruck vom Verbleib der Absolventen gewonnen werden konnte. (Bachelor und Master am Arbeitsmarkt)

In den letzten Jahren sind die Angebote über alle Fächergruppen hinweg kontinuierlich angestiegen. Allerdings unterscheiden sich die Anteile der Bachelor- und Masterstudiengänge an allen Studienmöglichkeiten der jeweiligen Fächergruppe deutlich. Die meisten Studienangebote finden sich derzeit in den Sprach- und Kulturwissenschaften, den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, der Mathematik und den Naturwissenschaften sowie den Ingenieurwissenschaften.

Bachelor- und Masterstudienangebote im Sommersemester 2010 nach Fächergruppen

Fächergruppe Studiengänge
insgesamt
Bachelor Master zus. % von Insg.
Agrar-, Forst- u. Ernährungswissenschaften 261 126 120 246 94,3
Gesundheitswissenschaften, Medizin** 822 338 291 629  76,5
Ingenieurwissenschaften 2.660 1.464 1.027 2.491  93,7
Kunst und Musik 1.237 369 292 661 53,4
Mathematik, Naturwissenschaften 2.608  1.175  926  2.101 80,6
Rechts-, Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften 2.912 1.318 1.365 2.683   92,1
Politikwissenschaften 259 95  133 228  88,0
Rechtswissenschaften 293 83 163  246 84,0
Regionalwissenschaften 165 53 104  157 95,2
Sozialwissenschaften 453 205 191 396 87,4
Wirtschaftswissenschaften 1.856 925 834 1.759 94,8
Sprach- u. Kulturwissenschaften 5.403 1.969 1.575  3.544  65,6
Fächergruppen insgesamt* 13.421  5.817 4.989 10.806 80,5
Quelle: HRK-Hochschulkompass, 1.3.2010 (SoSe 2010)
* Ein Studiengang kann mehreren Fächergruppen zugeordnet sein.
** Die Staatsexamensstudiengänge sind nicht umgestellt, machen aber nur einen kleinen Teil des Studienangebots der jewieligen Fächergruppe aus.

Weiterführende Informationen

B. International
Nationale Umsetzung in den Mitgliedsstaaten
Der Bologna-Prozess auf der internationalen Ebene entwickelt sich laufend fort. Die Mitgliedsländer ziehen anlässlich der zweijährlichen Ministertreffen Bilanz in nationalen Fortschrittsberichten, den so genannten Länderberichten.
Länderberichte 2003

 - Länderberichte 2005

Länderberichte 2007

Europäischer Vergleich:
Ebenfalls zweijährlich erstellt die European University Association (EUA) mit Förderung der Europäischen Union die so genannten Trends-Studien (Trends in European Higher Education). Sie analysieren und vergleichen den Stand der Umsetzung in den nationalen Hochschulsystemen.

 












Hochschulkompass