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Der Internationale Bologna-Prozess
Die nationalen Studierendenorganisationen haben einen europäischen Dachverband gebildet, "The National Unions of Students in Europe" (ESIB). Die Abkürzung erklärt sich aus dem Namen der Vorgängerorganisation "European Students' Information Bureau". ESIB hat seit mehreren Jahren Beobachterstatus bei den Treffen der europäischen Bildungsministerinnen und -minister, die den Kern des Bologna-Prozesses bilden (siehe Bologna im Überblick, Akteure und Gremien). Zwischen den Ministertreffen tagt die Bologna-Follow-Up-Group, in der ESIB ebenfalls vertreten ist.
Die nationalen Gremien
Der freiwillige zusammenschluss der studentinnenschaften (fzs) hat sich als Dachorganisation der deutschen Asten etabliert. Der fzs ist Mitglied der nationalen Bologna-Gruppe, die den Umsetzungsprozess in Deutschland koordiniert. Neben dem fzs sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Kultusministerkonferenz, die Hochschulrektorenkonferenz, der Deutsche Akademische Austauschdienst, der Akkreditierungsrat, die Arbeitgeber und die Gewerkschaften vertreten.
Die Gremien in den Hochschulen, Fachbereichen/Fakultäten und Studiengängen
Die Hochschulen und ihre Fakultäten und Fachbereiche werden von Gremien bestimmt, in denen auch Studierende vertreten sind. Die Struktur der Gremien wird von Landesgesetzen und Ordnungen der Hochschulen geregelt.
Für die Erarbeitung neuer Studiengänge werden in der Regel Studienreformkommissionen gebildet, in denen ebenfalls Studierende einbezogen werden.
Für Fragen der Anwendung der Studien- und Prüfungsordnungen wird für jeden Studiengang ein Prüfungsausschuss gebildet. Hier werden etwa anfängliche Probleme der neuen Studiengänge diskutiert und Detailregelungen beschlossen. Auch hier nehmen studentische Vertreterinnen und Vertreter íhre Interessen wahr.
Qualitätssicherung
Im Akkreditierungssystem ist die Beteiligung von Studierenden einheitlich geregelt. Sowohl im Akkreditierungsrat, wie in den beschließenden Gremien der Akkreditierungsagenturen und auch bei den Peer-Review-Verfahren sind Studierende vertreten. Diese Beteiligung wurde durch einen Beschluss des Akkreditierungsrates im Jahr 2000 gefördert, woraufhin ein studentischer Akkreditierungspool gegründet wurde. Dieser vertritt die Interessen der Studierenden im Akkreditierungssystem und in den einzelnen Akkreditierungsverfahren. Hierzu führt der Pool Schulungen für studentische Peers durch und vermittelt diese auf Anfrage an die Akkreditierungsagenturen.
In den zweistufigen Evaluationsverfahren werden Studierende eher uneinheitlich beteiligt. Nicht alle Agenturen beteiligen Studierende an Peer-Review-Verfahren.
Positionspapiere des Ring Christlich-Demokratischer Studenten e.V.:
"Bologna als Chance für die Geisteswissenschaften", 2005
"Übergangsregelung vom Bachelor- zum Masterstudium", o. A.