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Stand der Umsetzung in Deutschland


Die Umsetzung der Ziele der Studienreform in Deutschland hat in den letzten zwei Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. An allen Hochschulen wird intensiv und auch teils kontrovers diskutiert. Während in einigen Bundesländern ein fester Zeitplan für die Studienreform in den Landeshochschulgesetzen, in einschlägigen Erlassen oder in den Zielvereinbarungen festgelegt wurden, stellen andere Bundesländer den Zeitpunkt der Einführung einer gestuften Studienstruktur in die Entscheidung der Hochschulen.

In der Regel entwickeln Hochschulen nicht mehr vorrangig spezialisierte zusätzliche Studienangebote, sondern konzipieren vielmehr zunehmend ihr gesamtes Studienangebot neu. Die Immatrikulation in die alten Diplom- und Magisterstudiengänge wird überwiegend eingestellt. In der Lehrerbildung hat sich die Mehrzahl der Länder für eine Einführung einer gestuften Studienstruktur ausgesprochen. Die KMK hat im Juni 2005 Eckpunkte für die gegenseitige Anerkennung von Bachelor- und Masterabschlüssen in Studiengängen, mit denen die Bildungsvoraussetzungen für ein Lehramt vermittelt werden, verabschiedet. In der Medizin und den Rechtswissenschaften wird in den Anfängen ergebnisoffen diskutiert, welche Potenziale die Entwicklung eines Europäischen Hochschulraums für diese Bereiche innehaben könnte.

Nationale Umsetzung in Deutschland

 Einige Zahlen im Überblick

In der Publikation „Statistische Daten zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen" erhalten Sie einen Überblick über die quantitative Entwicklung der neuen Studienstruktur. Dabei wird besonderes Augenmerk auf Studiengänge, Studierende, Absolventen sowie die Entwicklung in der Akkreditierung gelegt. 

Alle Studienangebote der deutschen Hochschulen finden Sie im Hochschulkompass der HRK.
 
In den letzten Jahren sind die Angebote über alle Fächergruppen hinweg kontinuierlich angestiegen. Allerdings unterscheiden sich die Anteile der Bachelor- und Masterstudiengänge der jeweiligen Fächergruppe deutlich. Die meisten Studienangebote finden sich derzeit in den Sprach- und Kulturwissenschaften, den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, der Mathematik und den Naturwissenschaften sowie den Ingenieurwissenschaften.

Bachelor- und Masterstudienangebote im Wintersemester 2008/2009 nach Fächergruppen

Fächergruppe Insgesamt Bachelor Master zus. % von Insg.
Agrar-, Forst- u. Ernährungswissenschaften 242 116 107 223 92,2
Gesundheitswissenschaften, Medizin** 746 296 239  535  71,7
Ingenieurwissenschaften 2.495 1.339  921  2.260  90,6
Kunst und Musik 1.173 297 197 494 42,1
Mathematik, Naturwissenschaften 2.448  1.060  817  1.877 76,7
Rechts-, Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften 2.668 1.221 1.181 2.402   90,0
Politikwissenschaften 231 90  110 200  86,6
Rechtswissenschaften 278 74 149  223 80,2
Regionalwissenschaften 160 51 101  152 95,0
Sozialwissenschaften 434 194 172 366 84,3
Wirtschaftswissenschaften 1.666 842 710 1.552 93,2
Sprach- u. Kulturwissenschaften 5.072 1.815 1.256  3.071  60,6
Fächergruppen insgesamt* 12.515  5.309 4.201 9.510 76,0
Quelle: HRK-Hochschulkompass, 1.3.2009 (SoSe 2009)
* Ein Studiengang kann mehreren Fächergruppen zugeordnet sein.
** Die Staatsexamensstudiengänge sind nicht umgestellt, machen aber nur einen kleinen Teil des Studienangebots der jewieligen Fächergruppe aus.

Studien und Umfragen zur Umsetzung

Dokumente des Deutschen Bundestages

Weitere Links

 


 












Hochschulkompass