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In der Regel entwickeln Hochschulen nicht mehr vorrangig spezialisierte zusätzliche Studienangebote, sondern konzipieren vielmehr zunehmend ihr gesamtes Studienangebot neu. Die Immatrikulation in die alten Diplom- und Magisterstudiengänge wird überwiegend eingestellt. In der Lehrerbildung hat sich die Mehrzahl der Länder für eine Einführung einer gestuften Studienstruktur ausgesprochen. Die KMK hat im Juni 2005 Eckpunkte für die gegenseitige Anerkennung von Bachelor- und Masterabschlüssen in Studiengängen, mit denen die Bildungsvoraussetzungen für ein Lehramt vermittelt werden, verabschiedet. In der Medizin und den Rechtswissenschaften wird in den Anfängen ergebnisoffen diskutiert, welche Potenziale die Entwicklung eines Europäischen Hochschulraums für diese Bereiche innehaben könnte.
Nationale Umsetzung in Deutschland
Einige Zahlen im Überblick
In der Publikation „Statistische Daten zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen" erhalten Sie einen Überblick über die quantitative Entwicklung der neuen Studienstruktur. Dabei wird besonderes Augenmerk auf Studiengänge, Studierende, Absolventen sowie die Entwicklung in der Akkreditierung gelegt.
Alle Studienangebote der deutschen Hochschulen finden Sie im Hochschulkompass der HRK.
In den letzten Jahren sind die Angebote über alle Fächergruppen hinweg kontinuierlich angestiegen. Allerdings unterscheiden sich die Anteile der Bachelor- und Masterstudiengänge der jeweiligen Fächergruppe deutlich. Die meisten Studienangebote finden sich derzeit in den Sprach- und Kulturwissenschaften, den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, der Mathematik und den Naturwissenschaften sowie den Ingenieurwissenschaften.
Bachelor- und Masterstudienangebote im Sommersemester 2010 nach Fächergruppen
| Fächergruppe | Studiengänge insgesamt |
Bachelor | Master | zus. | % von Insg. |
| Agrar-, Forst- u. Ernährungswissenschaften | 261 | 126 | 120 | 246 | 94,3 |
| Gesundheitswissenschaften, Medizin** | 822 | 338 | 291 | 629 | 76,5 |
| Ingenieurwissenschaften | 2.660 | 1.464 | 1.027 | 2.491 | 93,7 |
| Kunst und Musik | 1.237 | 369 | 292 | 661 | 53,4 |
| Mathematik, Naturwissenschaften | 2.608 | 1.175 | 926 | 2.101 | 80,6 |
| Rechts-, Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften | 2.912 | 1.318 | 1.365 | 2.683 | 92,1 |
| Politikwissenschaften | 259 | 95 | 133 | 228 | 88,0 |
| Rechtswissenschaften | 293 | 83 | 163 | 246 | 84,0 |
| Regionalwissenschaften | 165 | 53 | 104 | 157 | 95,2 |
| Sozialwissenschaften | 453 | 205 | 191 | 396 | 87,4 |
| Wirtschaftswissenschaften | 1.856 | 925 | 834 | 1.759 | 94,8 |
| Sprach- u. Kulturwissenschaften | 5.403 | 1.969 | 1.575 | 3.544 | 65,6 |
| Fächergruppen insgesamt* | 13.421 | 5.817 | 4.989 | 10.806 | 80,5 |
Quelle: HRK-Hochschulkompass, 1.3.2010 (SoSe 2010)
* Ein Studiengang kann mehreren Fächergruppen zugeordnet sein.
** Die Staatsexamensstudiengänge sind nicht umgestellt, machen aber nur einen kleinen Teil des Studienangebots der jewieligen Fächergruppe aus.
Studien und Umfragen zur Umsetzung
Dokumente des Deutschen Bundestages
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