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Selbstverständnis und Ziele

Bild zum InhaltDas Bologna-Zentrum der HRK setzt sich mit Nachdruck für die erfolgreiche Umsetzung der Inhalte der Studienreform ein, die den Namen Bologna trägt. Es will die kreativen Potentiale für die Stärkung der Lehre in den deutschen Hochschulen, für die Verbesserung der Qualifikationsprofile der Bachelor- und Masterabsolventen sowie für mehr Internationalität freisetzen. Dieser Modernisierungsprozess ist eine enorme Herausforderung für die deutschen Hochschulen. Aber noch längst sind nicht alle Fragen im Prozess der Umsetzung der Studienreform gelöst und nicht alle Hindernisse überwunden. Die Glaubwürdigkeit und der Erfolg unseres Engagements hängen ab von der effizienten Unterstützung der Hochschulen, fach- und hochschulübergreifende Lösungen für die Qualitätssicherung von Studium und Lehre zu finden.

Das HRK-Bologna-Zentrum unterstützt die Hochschulen zielorientiert, praktisch und anhaltend bei der Bewältigung dieser großen Aufgaben. Es agiert als zentrale Beratungs-, Koordinations- und Vermittlungsinstanz der deutschen Hochschulen, um unerwünschten Fragmentierungstendenzen auf Hochschul- und Länderebene frühzeitig entgegensteuern zu können. Zum Auftrag des Bologna-Zentrums zählt die umfassende Beratung zu den Instrumenten des Bologna-Prozesses unter Berücksichtigung der besonderen Fragestellungen in den einzelnen Fächerkulturen. Das Projekt vernetzt die Akteure und Partner im Bologna-Prozess zur Verbesserung der für den Erfolg der Studienreform notwendigen Rahmenbedingungen, begleitet mit empirischen Datenanalysen kritisch den Umsetzungsprozess in den Hochschulen und gibt Impulse für die weitere Steuerung der Studienreform. Mit seinen Veranstaltungs-, Veröffentlichungs- und Beratungsaktivitäten unterstützt es die Hochschulen, die kontinuierliche Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium dauerhaft zu verankern und das Innovationspotential der Hochschulen für die Gesellschaft überzeugend zu begründen.

Langfristig verfolgt das Bologna-Zentrum das Ziel, mit eigenen Reformvorschlägen die Vision des gemeinsamen Europäischen Hochschulraums jenseits von 2010 zu konkretisieren. Hierzu gehört die Förderung der Veränderungsbereitschaft an den Hochschulen, damit sie ihren Bildungsauftrag in der sich rasch wandelnden Wissensgesellschaft entsprechend wahrnehmen können. Sie erhalten Unterstützung bei der kontinuierlichen Verbesserung der Lehre in den verschiedenen Fächern im Sinne von mehr Transparenz, Flexibilität, Qualitätsbewusstsein und Nachhaltigkeit (sustainability). In der bildungsbereichübergreifenden Diskussion um den Deutschen Qualifikationsrahmen setzen wir uns für eine stärkere Gewichtung von Wissenschaftlichkeit und Forschungsorientierung ein. Zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen fördert das Projekt das Verständnis für die praktische Vermittlung von Methoden- und Schlüsselkompetenzen als sinnvolle Ergänzung zur fachwissenschaftlichen Qualifikation. Das Zentrum trägt zum inhaltlichen Erneuerungsprozess von Lehre und Studium bei durch
• Identifikation neuer Ansätze für „good practice“ in der Lehre, z. B. durch Umsetzung interdisziplinärer Lehr- und Lernformen und wissenschaftlicher Weiterbildung
• Förderung von Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung der Studierenden
• Optimierung der hochschulinternen Organisationsstrukturen und Abläufe.

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