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Die Hochschule Fulda (HFD) geht die Nachsteuerung im Bologna-Prozess aktiv an und setzt dabei auf den Dialog aller Beteiligten. Im Diskurs zwischen Hochschulleitung, Gremienverteter/-innen der Fachbereiche und Studierenden wurde ein Positionspapier erarbeitet, das zahlreiche Kritikpunkte der Studierenden sowie Kommentare der Kultusminister-Konferenz (10/09) aufgreift. Das Papier orientiert sich an den „Kriterien für die Akkreditierung von Studiengängen“ und benennt konkrete Handlungsziele. Diese hochschulweite, verbindliche Einigung der Fachbereiche rückt die Studierbarkeit der Studiengänge in den Fokus, setzt hochschulinterne Schwerpunkte und findet über die beigefügten Leitfragen in der Studiengangsentwicklung Beachtung.
Kontakt und Link
Mehr Eigenständigkeit für Studierende - RUB-Bachelor-Studiengänge werden weiterentwickelt
Forschend lernen sollen die Studierenden der Ruhr-Universität Bochum vom ersten Semester an. Sechs innovative Projekte setzen dieses Ziel vorbildlich um und werden daher im Rektoratsprogramm „Forschendes Lernen“ gefördert. Ob studentische Philosophie-Tagung, integrierte Projektarbeit, praktische Matheprobleme oder Experimente im Online-Labor, immer geht es darum, dass Studierende eigenständig forschen. „Dazu tragen die Projekte bei, die über die fachintern üblichen Grenzen der Lehre hinausgehen und Vorbildcharakter haben“, erklärt Prof. Dr. Uta Wilkens, Prorektorin für Lehre, Medien und Weiterbildung der RUB.
Das Programm „Forschendes Lernen“ wird aus Studienbeiträgen finanziert. Kontakt und Pressemitteilung
Neues Studienkonzept der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU)
Ein neues Studienkonzept bietet die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) ab dem kommenden Wintersemester an: Aus einem Pool an Fächern und Teildisziplinen können sich Studierende ihren eigenen Bachelor- bzw. Master-Studiengang zusammenstellen. Dabei besteht im Bachelorstudiengang die Möglichkeit, entweder zwei Hauptfächer bzw. Teildisziplinen miteinander zu kombinieren oder ein Hauptfach mit zwei Vertiefungsfächern zu belegen. Hinzu kommt ein 30 Creditpoints umfassender Individual-Bereich, in dem weitere Veranstaltungen eines Nebenfachs oder aus einem Studium Generale belegt werden können - darunter auch ein Modul, das von Studierenden der KU selbst konzipiert wurde. "Durch die strukturell angelegten Freiräume ist Mobilität und internationale Vernetzung in allen Kombinationen möglich", erläuterte Gabriele Gien, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der KU. Kontakt
Universität Hamburg: ABK-Angebot
An der Universität Hamburg sind die Allgemeinen Berufsqualifizierenden Kompetenzen (ABK) neben dem Haupt- und Nebenfach als dritter Bestandteil in die Bachelorprogramme fest integriert worden. Die Fakultäten haben unterschiedliche Modelle und fachspezifische Bestimmungen für das ABK-Angebot umgesetzt. Diese Beratungsangebote unterstützen die Studierenden bei ihrer frühzeitigen Orientierung auf den Arbeitsmarkt und stärken den Beschäftigungs- und Praxisbezug des gestuften Studiums durch Angebote für den Erwerb von überfachlichen Schlüsselkompetenzen und Zusatzqualifikationen. Link und Pressebericht
Stiftung Universität Hildesheim: "Idee der Universität"
Mit einer in Niedersachsen einzigartigen Ringvorlesungsreihe zum Sommersemester 2010 reagiert die Stiftung Universität Hildesheim auf den anhaltenden Protest und die Unzufriedenheit der Studierenden mit der europaweiten Umstrukturierung der Hochschulen im Zeichen des Bologna-Prozesses. Die interdisziplinäre Reihe beschäftigt sich mit der „Idee der Universität“. „Professoren und Studierende sollen gemeinsam darüber nachdenken, was eine gute Hochschule heute ausmacht", so Toni Tholen, Vizepräsident für Studium und Lehre. Das breit angelegte Themenspektrum reicht vom historischen Rückblick über geschlechtsspezifische Fragen bis zur Beziehung zwischen Studierenden und Professoren. Pressemitteilung, Kontakt und Programm
Universität Bochum: Projekt "Mathe Plus"
Die Universität Bochum setzt das Bologna-Erfordernis der Lernerzentrierung vorbildhaft um, indem sie Studienanfänger in den Ingenieur- und Naturwissenschaften mit individueller Beratung unterstützt: Im Rahmen des vom Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung ausgezeichneten "Projekts MP2-Mathe/Plus/Praxis" wird Studienanfängern mit einer strukturierten Studienbegleitung bei der Entwicklung von Selbstlerntechniken geholfen. Zudem bekommen Studierende mit Motivationsproblemen Gelegenheit, Anwendungen der Höheren Mathematik selbst zu entdecken. Kontakt, Link und Podcast
Fachhochschule Frankfurt - Studiengang "Soziale Arbeit"
An der Fachhochschule Frankfurt am Main wurde bei der Konzeption des Studiengangs „Soziale Arbeit“ auf eine möglichst große Flexibilität und Wahlfreiheit, individuelle Betreuung, Transparenz und Studierenden-beteiligung geachtet: Fast alle Module des Studiengangs werden vormittags und nachmittags, sowie immer an zwei Tagen – einmal in der ersten, einmal in der zweiten Wochenhälfte – angeboten: So können Studierenden entweder nur vormittags oder nur nachmittags, sowie entweder Montag bis Mittwoch oder Mittwoch bis Freitag studieren. Von den insgesamt 23 Modulen gibt es lediglich sieben Pflichtmodule. Studentische Tutoren sowie Dozenten als Mentoren garantieren eine individuelle Betreuung. In einem Internetforum können Fragen und Beschwerden von Studierenden an die Studiengangsleitung und den Prüfungssausschuss schicken und werden offen für alle beantwortet. Kontakt, Pressemitteilung und -meldung, Bericht
Musik- und Kunsthochschule Stuttgart - Dialog mit Beteiligten
Die staatliche Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart hat die Studienreform nach einer zweijährigen Vorbereitung im Dialog der Hochschulleitung mit allen Beteiligten umgesetzt – die formale Umstellung verlief dann fast reibungslos. Die Studienreform wurde genutzt, um die Studieninhalte und -strukturen gründlich auf den Prüfstand zu stellen. Die Abschlüsse sind bei den vielen internationalen Studierenden und Absolventen sehr willkommen: „Musik ist international – endlich sind es die Abschlüsse auch“, erklärt Matthias Hermann, Prorektor für Lehre. Kontakt und Bericht
Universität Göttingen - "Wir packen an!"
Die Universität Göttingen setzt auf die Partizipation der Studierenden bei der Weiterentwicklung der Studienreform: Sie hat einen Ideenwettbewerb "Wir packen an! - Neue Impulse zu Bologna" ausgerufen. Alle Studierenden wurden dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Vizepräsidenten für Studium und Lehre. Die besten Ideen werden mit bis zu 1.000 Euro prämiert. Kontakt und mehr
Bergische Universität Wuppertal - „Bologna-Check 2010“
An der Bergischen Universität Wuppertal wird gegenwärtig - unter dem Titel „Bologna-Check 2010“ - ein Projekt realisiert, welches sich die gründliche Bestandsaufnahme aller angebotenen BA-Studiengänge und die Ableitung notwendiger Verbesserungen zum Ziel gesetzt hat. Das Verfahren setzt auf größtmögliche Partizipation: Durch Einbindung aller relevanten Statusgruppen via Befragungen und die Konsultation der Gremien. Das Verfahren setzt auf Diskurs: in der Analyse der empirischen Materialien, bei der Ableitung von gemeinsamen Zielvorstellung sowie der Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Zielerreichung. Schließlich setzt das Verfahren auf höchstmögliche Transparenz: Die Angehörigen der Bergischen Universität Wuppertal werden über das Verfahren und die (Zwischen-)Ergebnisse umfassend auf einer Webseite informiert. Kontakt und mehr
Universität Freiburg – „Bachelor Gemeinsam gestalten“
„Wie möchten wir studieren?“ - diese Frage hat Psychologiestudierende der Universität Freiburg dazu motiviert, das Heft selbst in die Hand zu nehmen und die Initiative „Bachelor Gemeinsam Gestalten“ zu starten. Inzwischen ist diese Initiative eine Erfolgsstory: Studierende entwickeln neue Studienangebote in enger Abstimmung mit den Lehrenden, wirken an der Erarbeitung von Kompetenz- und Qualifikationszielen mit und informieren Erstsemester präzise über ECTS, Modularisierung und Mobilität. Kontakt und mehr
Universität Eichstätt-Ingolstadt – „Ganz Ohr“
„Ganz Ohr“ - das wollen Studierende und Dozenten im Gespräch über Nachbesserungen bei den neuen Studiengängen sein - und so heißt auch eine gemeinsame Initiative. In Arbeitsgruppen werden konkrete Nachbesserungen verhandelt. Ein fachunabhängiges Bologna-Team aus Studierenden, Dozenten und regionalen Arbeitgebern berät die Fächer bei der Neugestaltung der Module. Weitere Elemente: neue Veranstaltungsformate wie „Teamteaching“, Vorlesungen mit onlinebasierten Diskussionen und virtuelle Seminare; Bildung von Modulpools bzw. das sog. Modulswitching zur Vergrößerung der Wahlmöglich-keiten und eine „realistische“ Workloaderhebung. Kontakt und mehr
Universität Erfurt – Netzwerk EUniCult
Die Universität Erfurt betreibt zusammen mit 14 weiteren europäischen Hochschulen das Netzwerk EUniCult, dessen Ziel es ist, den Bologna-Prozess zur gemeinsamen Vermittlung von fachwissenschaftlichen, beruflichen und persönlich-sozialen Kompetenzen zu nutzen. EUniCult entwickelt Leuchtturmprojekte und exemplarische Module. Ein Beispiel ist das Erfurter Studium Fundamentale, das die Allgemein- und Persönlichkeitsbildung mit ihren Bezügen zur kulturellen Identität Euro-pas fördert. Erste Arbeitsergebnisse des Netz-werks sind in dem deutsch-englischen Sammelband „Bologna Revisited“ dokumentiert. Kontakt und mehr
Universität Erlangen-Nürnberg – Fächervielfalt sichern
Die Hochschule wirkt der Kleinteiligkeit des Studiums entgegen, indem sie großmaschige Studienpläne verabschiedet hat und so Hochschullehrern die Chance gibt, die Einheit von Forschung und Lehre zu garantieren. Es ist ebenfalls gelungen, die kleinen Fächer - wie z.B. Mittellatein und Indogermanistik - zu integrieren und damit die Fächervielfalt zu retten. Mit einem sehr überschaubaren Verwaltungsaufwand wurden die Qualitätsprozesse in Gang gesetzt. Die Erlanger Studierenden haben ein ausführliches Rahmenpapier verabschiedet, mit gut durchdachten Vorschlägen für eine Änderung der Prüfungsordnungen. Damit ist ein Prozess in Gang gekommen, der die Studierenden zu mündigen und hochinformierten Gesprächspartnern in eigener Sache werden lässt und die Identifikation mit der Universität und dem eigenen Fach stärkt. Kontakt
FH-Köln – Studienreform in Aktion
Vertreter der Fachhochschule Köln und des Bologna-Zentrums trafen sich in Bonn zu einem Gesprächsaustausch über die Erfahrungen der Gestaltung eines Bologna-Thementages. Erörtert wurden darüber hinaus weitere Möglichkeiten, mit den Studierenden über die Reform ins Gespräch zu kommen. In Zukunftswerkstätten wird kontinuierlich gemeinsam an der Verbesserung der Studienbedingungen gearbeitet. Damit setzt die FH Köln klar auf Dialog mit den Studierenden. Kontakt und Bericht Uni-Köln
Universität des Saarlandes - QM entwickeln
Seit 2008 wird verstärkt an der Entwicklung und Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems ‚Lehre und Studium’ gearbeitet. Dessen Entstehung und Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Präsidium, Fakultäten, Fächern und zentralen Einrichtungen der Hochschule. Grundlage ist ein partizipativ-integratives Qualitätsverständnis, d.h. Qualitätsarbeit findet als Kernbestandteil in den bestehenden Strukturen statt. Dabei gelten das Prinzip der informierten Entscheidung sowie der Subsidiaritätsgrundsatz mit einer klaren Festlegung von Verantwortlichkeiten auf den verschiedenen Handlungsebenen (Fach, Fakultät, Universität). Mit Hilfe von regelmäßigen Monitoring-Verfahren werden Daten und Informationen zur systematischen Weiterentwicklung der Studienqualität gewonnen. Kontakt und mehr